Heilpflanzenarchiv

Der echte Baldrian - Valeriana officinalis

Baldrian ist eine der ältesten Arzneipflanzen: Baldrian wurde von den berühmten griechischen Ärzten Dioskurides und Hippokrates verwendet (ca. 500 Jahre v. Chr.), er war bei arabischen Ärzte beliebt (10. Jahrhundert) und durfte in keinem Klostergarten fehlen (Mittelalter). Als Beruhigungsmittel wurde Baldrian ab dem 18. Jahrhundert bekannt. Baldrian ist eine stark riechende, geradezu stinkende Pflanze. Im Volksglauben galt der Geruch als guter Schutz vor Bösem: "Baldrian, Dost und Dill, kann die Hex nicht, wie sie will!". Katzen dagegen lieben diesen Geruch.
Zur Familie der Baldriangewächse gehört nicht nur die Arzneipflanze, sondern auch so bekannte Gewächse wie Feldsalat, Spornblume und echter Speick. Arzneilich verwendet wird die Wurzel vom Echten Baldrian (Valeriana officinalis)
 
Woher kommt der Name?
Der Gattungsname Valeriana leitet sich vermutlich vom lateinischen Wort valere = kräftig, gesund her, oder von der römischen Provinz Valeria (zwischen Donau und Drau). Aus dem botanischen Valeriana wurde "Baldrian".
 
Wo kann der Baldrian helfen?
Arzneimittel mit Zubereitungen aus Baldrianwurzel werden zur Behandlung von nervös bedingten Unruhezuständen und Schlafstörungen verwendet. Untersuchungen zeigen folgende Effekte:
  • Verkürzung der Einschlafdauer
  • Verkürzung der nächtlichen Wachliegezeiten
  • Verbesserung der Schlafqualität
  • keinen unerwünschten Nachwirkungen am darauffolgenden Morgen
Baldrian ist kein Einschlafmittel, das den Schlaf erzwingt. Es versetzt in einen entspannten Zustand und erhöht so die natürliche Einschlafbereitschaft. Deshalb eignet sich Baldrian auch bei Stress und nervös bedingten Störungen. Regelmäßig eingenommen wirkt Baldrian ausgleichend und beruhigend. Die volle Wirksamkeit wird nach einer Therapiedauer von 5 bis 14 Tagen erreicht.
 
Worauf ist unbedingt zu achten?
Baldrianwurzel, ob als Tee, Tinktur oder Fertigpräparat zeichnet sich durch eine sehr gute Verträglichkeit aus. Trotzdem sollte während Schwangerschaft, Stillzeit oder vor Anwendung bei Kindern zuvor ein Arzt zu Rate gezogen werden, da zur Unbedenklichkeit bei diesem Personenkreis kaum Daten vorliegen. Zu einer Einschränkung der Reaktionsfähigkeit kann es bis zu 2 Stunden nach der Einnahme kommen, so dass hier besondere Vorsicht, z.B. beim Autofahren, angebracht ist.
Wechselwirkung (verstärkte Wirkung) mit anderen Schlafmitteln oder Narkosemitteln kann nicht ausgeschlossen werden.
Quelle: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de
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